Bischofalm - Familie Warmuth

Schon seit über 100 Jahren Feuer unter dem Kessel

Thomas Warmuth, der Urgroßvater des heutigen Besitzers der Bischofalm – Josef Warmuth, bewarb sich im Jahr 1910 um die Bewirtschaftung der damaligen Garnisonskantine in den Karnischen Alpen. Eine Zeit, in der es kein idyllisches Almleben wie heutzutage gab, sondern der Erste Weltkrieg das Almhochgebirge an der italienisch-österreichischen Grenze beherrschte. Der Familie ist es allerdings gelungen, das Almgebiet erfolgreich bis in die Gegenwart zu bewirtschaften und ist damit eine der wenigen Sennereien, deren Produktion des traditionellen Gailtaler Almkäse g.U. fast durchgehend aufrechterhalten werden konnte.

„Viele Wanderer und Besucher haben schon des Öfteren gesagt: „Was für schöner Flecken Natur die Alm ist“!  Dem muss ich deutlich widersprechen: das, was wir hier sehen, ist nicht Natur, sondern Kulturlandschaft –  Kulturlandschaft, welche über Jahrhunderte von Menschenhand geschaffen wurde“

, stellt Josef Warmuth über die Bewirtschaftung des Almgebiets klar.

Die Bischofalm liegt zwischen 1200 und 1800 m Seehöhe, unter den Gipfeln des Hohen und des Kleinen Triebs. Über 30 Milchkühe liefern die frische Almmilch, die täglich verarbeitet wird. Der Karnische Höhenweg führt direkt an der Oberen Bischofalm vorbei und lädt immer wieder Wanderer zur Einkehr ein.

„Was passiert, wenn wir dieses Gebiet wieder der Natur überlassen?  In 50 Jahren wäre hier alles wieder bewaldet. Wenn wir also möchten, dass auch die nachfolgenden Generationen die wunderschöne Kärntner Kulturlandschaft genießen können, müssen wir uns alle selbst bei der Nase nehmen und beim nächsten Einkauf, wenn wir wieder vor den prall gefüllten Supermarktregalen stehen, bewusst zu regionalen Produkten greifen.  Nur so ist eine nachhaltige Erhaltung unserer Kulturlandschaft in unserem schönen Heimatland möglich“.

Josef Warmuth schildert die Bedeutung für das Bewusstsein des Konsums von regional produzierten Lebensmitteln.

Die Käseproduktion und Butterrühren auf der Alm

Die auf der Alm gewonnene Rohmilch wird nach einem jahrhundertealten Rezept direkt auf der Alm großteils zum Gailtaler Almkäse verarbeitet. Dieses EU-geschützte Erzeugnis ist auch die Grundlage einer der ersten Genussregionen Österreichs und wird nach den strengen Richtlinien des Vereins Gailtaler Almsennereien hergestellt. Das „Überbleibsel“ Molke wird zum schmackhaften „Almschotten“ (vergleichbar mit geräuchertem Frischkäse) verarbeitet und wird in vielen Variationen verwendet – u.a. auch in den „Kärntner Kasnudln“.

Slow Food Travel Besucher können mit Familie Warmuth den Rahm der Almmilch selbst zu frischer Butter rühren und gemeinsam mit Kostproben des über Wochen gereiften Gailtaler Almkäse verkosten. Und eines ist sicher: „So gut schmeckt’s nur auf der Alm!“

Butterherstellung auf der Bischofalm

Zum Buttermachen auf die Alm: Wer gut rührt, hat dann die beste Butter auf dem Brot.

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