Geschmackvolle Berge

Es ist wie bei einem gutem Schluck Wein: Im „Abgang", wenn der Sommer in der weltweit ersten Slow Food Travel-Region langsam ausklingt, zeigt sich die Natur von ihrer genussvollsten Seite. Wer sie mit allen Sinnen erleben will, darf sich auf eine große Bandbreite an Aromen, einer Vielfalt an Outdoor-Aktivitäten und eine Ursprünglichkeit freuen, wie man sie nur hier findet.

Kulinarik erleben

Hier wird noch gekocht wie bei Oma – mit Leidenschaft und Stolz für Produkte aus der Region. Egal, ob bei den Bauern, den Wirtshäusern oder im Tourismus. Deshalb wurde die alpine Destination im Südwesten Kärntens auch zur ersten Slow Food Travel Region der Welt. Geprägt durch die Berglandschaft und die Seen leben die Menschen hier Pioniergeist – in vielerlei Hinsicht. Und waren schon immer Grenzgänger. Oft ist es nur ein kleiner Schritt hinüber auf italienisches Gebiet.

Ohne Grenzen in der Grenzregion

Die Küche in der Slow Food Travel Region Alpe Adria ist geprägt von verschiedenen Einflüssen. Das Alpenländische wie handgemachte Butter, Bergkäse, Brot und Bier trifft auf mediterrane Leichtigkeit, zum Beispiel durch cremige, weiße Polenta. Wer den Geheimnissen der Region auf die Schliche kommen möchte, kann den Köchen über die Schulter schauen und bei den Produzenten selber Hand anlegen bei den organisierten Slow Food Erlebnissen bis in den Herbst hinein.

Slow Food Presidio: das Lesachtaler Brot

Das Lesachtaler Brot war das erste Kärntner Lebensmittel, das 2018 von Slow Food International mit dem Presidio-Siegel ausgezeichnet wurde. Im Rahmen der Terra Madre – Salone del Gusto in Turin erhielt es damit die Auszeichnung „besonders schützenswert". Schon früh wurde in den Mühlen das Korn für das Brot gemahlen. In vielen Häusern wird noch heute wöchentlich Brot gebacken. Jede Familie hat ein etwas anderes Rezept, aber die Brotherstellung ist grundsätzlich überall gleich und wurde sogar von der UNESCO zum "immateriellen Kulturerbe" erklärt.

Mitmachen und verkosten

Im Gailtal wird bei den Slow Food Erlebnissen zum Beispiel gemeinsam glutenfreier weißer Mais abgeriebelt. Die fast vergessene Sorte wurde von Sepp Brandstätter wieder kultiviert. Was der Mais alles kann, verrät er bei einer Tour auf seinem Hof. Mit dem Zerza-Bauer geht es hingegen zu den bunten Knollen aufs Feld. Heimo Oberauner baut nämlich über 20 verschiedenen Erdäpfelsorten an. Durchaus bunt auf dem Teller wird´s auch ein Stückchen weiter am Weissensee. Dort zeigt Haubenkoch Hannes Müller, wie ein Wildfisch geschmackvoll und möglichst vollständig verarbeitet wird.

Wo guter Geschmack zu Hause ist; Slow Food by bike

Wenn frische Almkräuter und saftige Wiesenblumen in der weltweit ersten Slow Food Travel-Region von der warmen Sonne geweckt werden, offenbart sich die Natur von ihrer schmackhaften Seite. Wer sich radelnd auf Erkundungstour begibt, sollte ruhig Zeit mitbringen. Denn auskosten lässt sich diese Tatsache bei zahlreichen Slow Food Travel Erlebnissen, bei ehrlichen Lebensmittelhandwerkern, Produzenten und Wirten.

Ob handwerklich hergestelltes Bauerneis schlemmen, Landmais-Reindling und Gailtaler Speck verkosten oder bei den Erlebnissen „Einkaufen mit dem Edelgreissler“ sowie „Saisonales Süße vom Meister“ teilnehmen. Bei diversen Slow Food Travel-Produzenten wird gemeinsam Hand angelegt und bei der Herstellung von regionalen Lebensmitteln hinter die Kulissen geblickt.
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Urlauben in der ersten Slow Food Travel Region